IRLWhatever: Eine spannende IRL-Streaming-Lösung für Android
30.09.2026 · IRL 28

IRLWhatever: Eine spannende IRL-Streaming-Lösung für Android

Wer professionell direkt vom Smartphone streamen möchte, kennt bisher vor allem Lösungen aus dem Apple-Umfeld. Apps wie Moblin haben sich dort zu umfangreichen Werkzeugen für mobiles IRL-Streaming entwickelt und bieten Funktionen wie SRTLA, RIST, adaptive Bitrate, Chat und die Anbindung an OBS. Moblin selbst wird offiziell als iOS-App für IRL-Streaming angeboten. App Store

Auf Android war die Auswahl an vergleichbar umfangreichen Lösungen lange deutlich kleiner. Genau hier möchte IRLWhatever ansetzen.

IRLWhatever ist eine speziell für Android entwickelte IRL-Streaming-App, die versucht, Kamera, Verbindungsmanagement, Szenen, Overlays, Chat und Fernsteuerung in einer einzigen mobilen Anwendung zusammenzuführen. Die Entwickler beschreiben die App selbst nicht einfach als Kamera-App mit Stream-Button, sondern als zentrale Steuerung zwischen Kameras, Internetverbindungen, Zuschauern und dem eigentlichen Streaming-Server. irlwhatever.com

Ein besonders wichtiger Bereich ist die Verbindungssicherheit unterwegs. IRLWhatever unterstützt SRTLA, RIST, SRT und RTMP und kann mehrere Internetverbindungen gemeinsam verwenden. Über SRTLA-Bonding lassen sich beispielsweise WLAN und Mobilfunk gleichzeitig für einen Stream nutzen. Fällt eine Verbindung aus oder verschlechtert sie sich, kann die andere Verbindung den Stream weitertragen. Zusätzlich passt die adaptive Bitrate die Übertragungsrate an die aktuelle Netzwerkqualität an. Google Play

Interessant ist außerdem die Integration von Moblink. Dabei handelt es sich um eine vom Moblin-Projekt entwickelte Technik, mit der zusätzliche Smartphones als weitere Mobilfunkverbindungen eingebunden werden können. Dadurch kann ein einzelnes Android-Gerät zusammen mit weiteren Geräten mehrere Datenwege für SRTLA- oder RIST-Streams verwenden. irlwhatever.com

Auch auf der Produktionsseite geht IRLWhatever deutlich weiter als eine einfache Streaming-App. Unterstützt werden unter anderem mehrere Kameras, Picture-in-Picture, externe USB-Kameras über UVC und verschiedene Szenen. Front- und Rückkamera können beispielsweise gleichzeitig verwendet und frei innerhalb des Bildes positioniert werden. irlwhatever.com

Für externe Kameras wurde die Unterstützung zuletzt ebenfalls deutlich erweitert. Laut aktuellem Changelog wurden unter anderem USB-Quellen sowie DJI Action- und Pocket-Kameras verbessert. Auch die Wiederherstellung einer Verbindung nach Verbindungsabbrüchen oder beim Wechsel zwischen Szenen wurde überarbeitet. irlwhatever.com

Ein weiterer Schwerpunkt sind Overlays und Zuschauerinteraktion. Browser-Quellen können direkt in den Stream eingebunden werden, beispielsweise für StreamElements, Streamlabs oder eigene HTML-Overlays. Twitch- und Kick-Chat lassen sich direkt innerhalb der App anzeigen. Zusätzlich stehen Text-to-Speech, anpassbare Chatfenster sowie Browser-Tabs zur Verfügung, die im Hintergrund aktiv bleiben können. irlwhatever.com

Auch die Steuerung muss nicht ausschließlich über das Smartphone erfolgen. IRLWhatever verfügt über eine Remote-Steuerung, über die der Stream von einem Laptop oder einem zweiten Gerät aus bedient werden kann. Mit der aktuellen Version wurde dieses System nochmals überarbeitet und unter anderem um Freigaben direkt am Smartphone und verbesserte Wiederverbindungen ergänzt. irlwhatever.com

Für Nutzer eigener Streaming-Server ist besonders wichtig, dass die App nicht ausschließlich an das Hosting des Entwicklers gebunden ist. Es können mehrere eigene Streaming-Ziele gespeichert werden. Jedes Profil kann eine eigene URL, SRT-Latenz und Passphrase enthalten. Damit lässt sich IRLWhatever auch mit kompatiblen eigenen OBS- oder IRL-Streaming-Servern verwenden. Google Play

Auch die Video- und Audioeinstellungen lassen sich umfangreich konfigurieren. Unterstützt werden verschiedene Auflösungen, Bildraten, Video- und Audio-Bitraten sowie H.265/HEVC. Hinzu kommen verschiedene Mikrofonquellen, Videostabilisierung und eine Temperaturüberwachung des Smartphones, damit der Nutzer während längerer Streams sehen kann, wenn das Gerät zu warm wird. Google Play

IRLWhatever ist dabei noch ein vergleichsweise junges Projekt. Im Google Play Store wird die App derzeit mit mehr als 500 Installationen geführt und befindet sich weiterhin in aktiver Entwicklung. Laut Entwickler gibt es aktuell weder Werbung noch ein verpflichtendes Abonnement. Google Play

Die aktuelle Open-Beta-Version 0.8.0 bringt vor allem Verbesserungen bei SRTLA- und RIST-Bonding, automatischen Wiederverbindungen, USB-Kameras, Szenen, Overlays, Remote Control und dem Verhalten der App bei instabilen Mobilfunkverbindungen oder wenn Android die App in den Hintergrund verschiebt. irlwhatever.com

Für uns bei IRLhub.de ist IRLWhatever besonders deshalb interessant, weil damit eine weitere umfangreiche Lösung für Android entsteht. Wer bisher auf Funktionen angewiesen war, die vor allem aus iOS-Apps wie Moblin bekannt sind, bekommt damit eine zusätzliche Möglichkeit, ein professionelleres IRL-Setup direkt auf einem Android-Smartphone aufzubauen.

Wir haben uns bereits direkt mit dem Entwickler von IRLWhatever ausgetauscht und freuen uns, die App mit seiner Zustimmung bei uns vorstellen und unterstützen zu dürfen. Wir werden IRLWhatever selbst weiter testen und dem Entwickler Feedback geben, wenn uns im praktischen Einsatz Probleme oder sinnvolle Erweiterungen auffallen.

IRLWhatever befindet sich noch in der Open Beta. Gerade deshalb dürfte es interessant werden zu beobachten, wie sich die App in den kommenden Versionen entwickelt.

IRLWhatever für Android:

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Weitere Informationen:

irlwhatever.com öffnen

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